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In der U-Bahn…
Beim U-Bahn fahren begegnet man ja bekanntermaßen merkwürdigen Gestalten. Man kann wunderbar Leute beobachten und mit etwas Musik im Ohr fahren sich die paar Stationen ganz schnell.
Heute, in der U-Bahn, ich habe Musik gehört. Da sehe ich einen Vater mit seinem etwa fünfjährigen Sohn einsteigen. Sie setzen sich mir gegenüber hin. Schon an der Art, wie der Mann gelaufen ist, wie er wild nickte und gestikulierte, habe ich bemerkt: Der hat schon einiges getrunken. Oder sonst irgendwas zu sich genommen.
Neugierig, wie ich bin, mache ich meine Musik leiser, um zu hören, was der Mann so wild fuchtelnd seinem Sohnemann erklärt. Ich hoffte erst, er erzählt ihm irgendwas, weil der Kleine gerade nicht aufgepasst hatte, auf die Straße laufen wollte oder so. Aber eigentlich wusste ich schon, bevor ich das Gespräch belauschte, das es um etwas anderes geht.
Erklärt mir doch bitte mal, warum man seinem fünjährigen Sohn etwas von Geldproblemen, Ämtersachen und Bescheiden erzählt, um ihn in dann noch darüber aufzuklären, dass Mama ja eigentlich die Böse ist, weil sie soviel Geld vom Papa will.
Also mal ehrlich. Abgesehen davon, dass man es vermeiden sollte, dermaßen einen in der Krone zu haben, wenn man alleine mit seinem Kind unterwegs ist. Warum muss man so eine arme Kinderseele noch mit diesem Müll belasten? Das finde ich einfach nicht ok. Was soll der Kleine denn damit anfangen?
Der Kleine hat es richtig gemacht. Er hat den Vater quatschen lassen und in der Gegend rumgeguckt. Hoffentlich hat er nicht soviel von dem Gerede mitbekommen.
Valentinstag
Nein, keine Sorge. Das wird kein Blogeintrag mit Herzchen und triefend vor Liebe.
Nicht falsch verstehen. Ich gönne den Verliebten ihren Feiertag. Aber die Geschichte, dass sich das alles der Einzelhandel ausgedacht hat und vor allem die Blumenhändler, da kann nicht so richtig viel dran sein. Ich sage euch auch warum. Zumindest aus Sicht eines Blumenkindes (Tochter eines Blumenhändlers).
Natürlich ist es so, dass am Valentinstag alle Welt rote Rosen kaufen will. Aber andere Blumen gehen an diesem Tag so gar nicht. Alles, was keine rote Rose ist, bleibt stehen, muss wahrscheinlich sogar weggeworfen werden. Denn auch in den Tagen nach Valentinstag werden nicht wirklich viele Blumen verkauft, haben doch alle die roten Rosen von den Liebsten Zuhause zu stehen.
Und die roten Rosen kosten schon im Einkauf ein Heidengeld. Der Blumenhändler ist an den hohen Preisen also nicht Schuld. Und dann die Arbeit. Der Valentinstag ist eher ein Horrortag, so fand ich das jedenfalls. Nicht nur, dass man davor schon die ganze Woche nur im Stress war, weil ja alles toll sein muss am Valentinstag, nein, man wusste auch nie, wann man mit dem Feierabend rechnen darf. Und dabei war es egal auf welchen Wochentag der Valentinstag nun gefallen ist. Wie zum Beispiel dieses Jahr. Valentinstag fällt auf den Sonntag. Mir tun jetzt schon alle Blumenhändler und MitarbeiterInnen leid. Bin ich froh, dass ich mich für einen anderen Beruf entschieden habe.
Also wenn ihr euch das nächste mal am Valentinstag denkt “Die Blumenhändler verdienen sich eine goldene Nase”, dann wisst ihr, dass das nicht wirklich stimmt.
Wünsche euch trotzdem allen einen schönen Valentinstag