Ich war noch nie gut im…

Tagebuch schreiben😀

Ich hatte mal ein Tagebuch. Da habe ich vielleicht 3 Seiten beschrieben mit unwichtigen Dingen. Dann lag es rum. Aber ich hab es trotzdem mit einem Schloß
gesichert. War schliesslich der einzige Grund, warum ich ein Tagebuch wollte! Die Möglichkeit, geheime Dinge aufzuschreiben. Wusste ja niemand, was tatsächlich drin stand.Dann sind doch drei Blogeinträge ganz gut dieses Jahr.😉 Sollte ich 2016 etwas spannendes erleben, habe ich sicher auch etwas hier zu schreiben. Das soll nicht heissen, dass 2015 langweilig war, keineswegs. Aber was ich teilen wollte, teilte ich meist auf twitter. Und vor dem Rest hängt ein kleines Schloß, wie an meinem alten Tagebuch damals. 

  Ich wünsch euch was😉

Eure Dani

Freundlichkeit und Benehmen

Hallo und herzlich Willkommen zu „Dani erklärt euch, was freundlich sein heisst“.

Ich habe es bei Twitter schon geschrieben. Ich habe mich diese Woche sehr aufgeregt über eine Person, die angesprochen wurde, einem älteren Paar einen Gefallen zu tun, und einfach ohne ein Wort mit dem Fahrrad weiter fuhr und die Bitte ignorierte. Es ging nur darum, am Taxistand Bescheid zu sagen, dass ein Taxi dem Paar entgegen kommt, da der Mann sehr schlecht laufen konnte. Ganz ehrlich?! Das ist doch kein Aufwand! 

Ich fühlte mich an Yvos Blogeintrag „Grossstadtmuff“ erinnert, den ich auch hier geteilt hatte. Ist das ein Großstadtding? Oder ist es allgemein so, dass man sich gegenseitig nicht mehr behilflich ist? 

Letztlich bin ich zum Taxistand gegangen und habe Bescheid gesagt. Mir ist kein Zacken aus der Krone gebrochen. Man höre und staune. Und jetzt meine Bitte:

Wenn euch jemand um Hilfe bittet und ihr keine Sorge haben müsst, dass es ein Trick sein könnte (sowas gibt es ja auch), helft doch einfach. Ihr bekommt nichts dafür außer einem Danke und einem guten Gefühl. Und das sollte doch reichen, denke ich ;) 

Danke🙂

Samstag

Ich bin auf dem Balkon und hänge Wäsche auf. Gegenüber schreit ein Mann herum. Vermutlich hat er Unrecht. Hat ihm scheinbar noch keiner gesagt, dass nicht automatisch der, der lauter ist, auch Recht hat. 

Auf einem anderen Balkon knipst sich jemand die Nägel. Irgendwie kommt mir dieses Szenario so merkwürdig vor. 

Ich denke nach.

Ein Jahr danach…

Letztes Jahr um diese Zeit war ich arbeitslos. Einen Monat. Das chaotische Ende des alten Jobs hatte mich etwas aus der Bahn geworfen. Aber jetzt bin ich so froh über dieses ganze Chaos. Denn ich habe daraus gelernt. Und meine neue Arbeit macht mir Spaß und alle dort sind sehr nett zu mir. 

Und die Moral von der Geschicht, am Ende gibt es doch ein Licht ;) 

Grossstadtmuff

Was sagt uns Berlinern das über unsere Wirkung nach außen?

Tja, kein so schönes Bild. Aber wie Yvo es schreibt, hat er Berliner auch schon von einer ganz anderen Seite kennengelernt, nämlich freundlich und aufgeschlossen. Wie kommt es also, dass man in einer Grossstadt, einfach so abstumpft?

Ich denke, man schwimmt einfach mit dem Strom. Man will nicht auffallen und auf keinen Fall Ärger auf sich ziehen, was einfach mal schneller passieren kann, als man denkt. Aber trotzdem sollte man in bestimmten Momenten doch einfach für sich selbst entscheiden. Wenn ich jemandem helfe, der ganz offensichtlich meine Hilfe braucht, dann bricht mir davon kein Zacken aus der Krone und ich bekomme sicherlich den Dank der Person. Schließlich möchte ich doch selbst auch Hilfe erhalten, wenn ich diese brauche.

Ich und mein Ego

Wenn ich den typischen Berliner beschreiben müsste, würde ich ihn wohl mit mürrisch, unfreundlich und selbstgefällig umschreiben. Das sind so die ersten Eigenschaften die mir gerade spontan einfallen wenn ich an den Berliner in freier Wildbahn denke. Wenn ich aber noch ein zweites Mal nachdenke, tu ich ihm damit äusserst unrecht. Ich habe das vergnügen einige Berliner und Berlinerinnen persönlich kennen zu dürfen. Extrem liebenswerte, freundliche und aufgeschlossene Menschen. Und dann denke ich da noch an mein Arbeitsumfeld wo ich auch des öfteren mit Berlinern zu tun habe. Man erkennt sie sofort. Grosses Maul, den typischen Berliner Slang, immer für Spässchen zu haben. Ich arbeite sehr gerne mit ihnen zusammen. Es versprüht so eine erfrischende Stimmung im manchmal doch recht langweiligen Alltag.

Damit habe ich also meinen typischen Berliner schonwieder zunichte gemacht. Toll. Trotzdem. Wenn ich durch die Strassen Berlins laufe, ist sicher mindestens eine Eigenschaft auf jeden Dritten zutreffend…

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Warum man nie alles richtig machen kann

Ich bin eine kleine Perfektionistin. Das fängt bei Kleinigkeiten an. Wenn jemand zum Beispiel einen Text zitiert und ein Wort verdreht. Es kostet mich sehr viel Kraft, das nicht zu verbessern.😀 ich selbst zitiere ungern oder gar nicht, wenn ich nicht genau weiß, dass ich den Wortlaut kenne.

Aber auch im großen Ganzen versuche ich, alles richtig zu machen. So, wie meine Eltern mir das beigebracht haben. Tja, aber was für meine Eltern richtig ist, ist es nicht unbedingt für alle anderen Menschen. Nicht mal solche grundlegenden Sachen wie „Man darf nicht lügen“.

Ich habe die Wahrheit gesagt und diese verteidigt. Das hat mich meinen Job gekostet. Und obwohl mich das tief getroffen und aus der Bahn geworfen hat, bin ich sicher, dass es genau richtig war. Für MICH war es richtig. Und darauf kommt es im Grunde doch an. Ich kann mich jedenfalls im Spiegel betrachten und weiß genau, ich hab das richtige für mich getan. Und auch mit den Konsequenzen zu leben, gehört einfach dazu. Und es geht ja auch weiter.

Also bleibt euch treu und macht, was für euch richtig ist.

 

Alternatives Berlin

Hallo Ihr Lieben,

lange ist es wieder her. Tja, so bin ich😉 Ich habe gerade eine etwas schwierige Phase könnte man sagen, aber ich hoffe, so langsam bin ich über den Berg. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in dieser Situation sein würde, aber tatsächlich kommt es wohl immer anders als man denkt. Jemand, der wie ich gerne Sicherheit im Leben hat, muss sich auf einmal neu orientieren. Das alles bezieht sich auf mein Berufsleben, privat ist alles in bester Ordnung😀

Um mich herum passiert viel. Freunde, die Familien gründen, Freunde, die ihren bisherigen Job kündigen, um es woanders zu versuchen. Und in mir die Frage: was ist mein Ziel? Ideen hatte ich schon einige, aber irgendwie waren sie nicht umsetzbar. An einem bestimmten Punkt scheiterte ich in meinen Plänen dauernd. Nicht selten liegt es auch am Geld. Indianer

Am Wochenende war ich mit einer Freundin aus Ulm in Berlin unterwegs. Sie wollte eine „alternative Berlin“ Stadttour machen, die kostenlos war bzw. pay what you want. Hierbei ging es um Street Art, was ich erstaunlicher Weise ganz spannend fand. Und man hat unterwegs auch ein paar Geheimtips bekommen oder Geschichten gehört, die man sonst nicht erfahren würde. Die gesamte Tour war auf Englisch, da auch die Gruppe bunt gemischt war. Die Teilnehmer kamen aus Spanien, der Schweiz, Frankreich, Polen, Irland, Australien, Neuseeland, Japan usw. Und wie ich feststellen konnte: Ich kann gut Englisch😀 also zumindest verstehen, nur die Sprachbarriere müsste ich überwinden.

Geendet hat die Tour auf dem Neuköllner Stoffmarkt. Ich muss sagen, das hat mich wirklich inspiriert. Es gab viele Stände, an denen selbstgemachte Dinge verkauft wurden. Schmuck, Kissen, genähte Stofftiere, gestaltete TShirts usw. Irgendwie eine ganz andere Welt. Natürlich weiß man nicht, womit die Verkäufer ihren Lebensunterhalt verdienen, ob es ausreicht, diese Dinge auf dem Markt oder in Online-Shops zu verkaufen. Aber eins hat man auf jeden Fall gesehen. Alle diese Dinge wurden mit viel Liebe zum Detail hergestellt.

Ich habe jedenfalls endlich wieder Lust, kreativ zu sein. Und nach ein paar grauen Tagen habe ich endlich wieder Licht. Das ist doch was.